Religiöse Bedeutung des Feuers
Das Feuer und die Mythologie
Dem Feuer wird seit jeher eine immense Macht zugeschrieben, weshalb man es in vielen Kulturen auch gottähnlich verehrt. Seine Bedeutung spiegelt sich auch in vielen Mythen und Legenden wieder. Dazu gehört auch etwa der aus der griechischen Sagenwelt stammende Prometheus, der den Menschen gegen den Willen der Götter das Feuer brachte und dafür furchtbar bestraft wurde.
Man fesselte ihn an einen Felsen und jeden Tag kam ein Adler und fraß von seiner Leber, die immer wieder nachwuchs. Nicht ganz so düster ist der berühmte Phönix.
Die Bedeutung des Feuers in den Religionen
Auch in Persien verehrte man das Feuer, wie aus den überresten der alten Religion des Zarathustras hervorgeht. Sein Einfluss wirkte fortwährend auf die Volkskultur ein, weshalb bei der Ausbreitung des Islams die Rede von „Feueranbetern“ war. Selbst bis in die heutige Zeit reicht diese Religion, was man daran sehen kann, dass viele persische Namen Bezug auf das Feuer nehmen.
Bei den Römern gab es sogar eine eigene Göttin mit Namen Vesta. Ihr oblag der Schutz des Herdfeuers. Bei den Hindus heißt der Gott des Feuers Agni, der auf der Erde die Gestalt einer Flamme annimmt. Diese Beschreibung klingt ähnlich wie der brennende Dornbusch in der Bibel, aus dem Gott zu seinem Propheten spricht.
Ansonsten hat das Feuer in der Bibel keinen gesonderten Stellenwert und dient im Christentum auch nicht wie bei den Hindus zur Reinigung. Letztere findet heute noch nach den Ritualen längst vergangener Tage statt.
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