Kulturen und Geschichte des Feuers
Unsichere Quellen und Funde
Woher kommt das Feuer? Seit wann wissen wir es uns nutzbar zu machen? über diese Frage bzw. deren Antwort herrscht in Forscherkreisen bisweilen eine gewisse Uneinigkeit. Es gibt zwar frühe archäologische Belege durch Australpithecinen, die vor etwa 4 bis 10,5 Millionen Jahren auf diese Erde lebten, und den Homo habilis, der vor gut 2 Millionen Jahren ausgestorben ist, doch sind diese Feststellungen bei weitem umstritten.
In Swartkrans hat man mittels ESR angeblich herausgefunden, dass die Erhitzung des Sediments nicht von einem natürlichen Grasbrand her stammen kann, sondern das Ergebnis eines bewusst angezündeten Feuers war. Man kann das nun glauben oder nicht. Eine ähnlich unsichere Fundstelle befindet sich im kenianischen Chesowanja, wo man Tierknochen neben verbrannten Lehmbrocken und einer feuerstellenartigen Steinanordnung fand.
Der erste als sicher geltende Beweis
Den ersten richtigen Beweis, der über jeden Zweifel erhaben ist, liefert Gesher Benot Ya’aqov in Israel, die rund 700.000 Jahre alt ist. Mit ihr wird der Homo erectus in Verbindung gebracht. Man fand dort neben kleinen, gebrannten Steinartefakten, deren Verteilung den Schluss auf Feuerstellen zulässt, auch Reste verbrannter, essbarer Pflanzen.
Es waren Spuren von Wilder Gerste, dem Holz wilder Olivenbäume und wilde Weinreben. Weiterhin kann man von der Zeit ab 600 000 bis heute als sicher annehmen, dass die Okkupation des nordalpinen Europas durch den Homo heidelbergensis, was der europäischen Bezeichnung für homo erectus entspricht, nicht ohne die Nutzung des Feuers möglich gewesen wäre.
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