Feuer machen ohne Feuerzeug
Feuerzeug, Streichholz & Co – wenn wir eine Kerze anzünden wollen, dauert das höchstens ein paar Sekunden und schon brennt sie. Klar, dank kleinerer und größerer Erfindungen ist Feuer machen für uns kein Problem.
Doch was würden wir tun, wenn wir irgendwo in der Wildnis unterwegs wären und keinen unserer kleinen Helfer dabei hätten? Wir müssten uns besinnen auf Tricks und Möglichkeiten, wie man ganz ohne moderne Hilfsmittel ein Feuer entfacht. Es geht nämlich, man muss nur wissen, wie.
Jedes Feuer braucht „Futter“
Will man ein Feuer anzünden, sollte man zuerst dafür sorgen, dass genügend Brennstoff (am besten Holz) und Sauerstoff vorhanden sind, bzw. genug Sauerstoff an den Brennstoff gelangt. Dann muss auch noch der Rauch abziehen können, damit das Feuer nicht an seinen Verbrennungsprodukten erstickt.
Für die Initialzündung, also den entscheidenden Funken, gibt es verschiedene Methoden, die je nach Gebiet und Volksstamm heute noch angewendet werden.
Wie man den Zündfunken erzeugt
Mittels Reibung oder Feuerbohren – man reibt ein Stück weiches Holz zwischen den Händen in einem Stück harten Holz – entsteht nach einiger Zeit genug Hitze, um etwa dünne Zweige, Zunder oder Reisig zu entzünden. Eine andere Möglichkeit ist das Funkenschlagen. Hierzu benötigt man Pyrit, das mit einem anderen Stück Pyrit oder einem Feuerstein zusammengeschlagen wird.
So entstehen Funken, die dazugelegtes trockenes und leicht brennbares Material entzünden. Neben Zunder kann man auch einige Pilze verwenden. Der Baumschwamm oder Birkenporling zum Beispiel haben ähnliche Eigenschaften wie Zunder.
Kellertuch, Netzstiegler, Hexenröhrling und Boviste müssen, bevor sie sich als Brennmaterial nützlich machen können, in Salpeterlösung getränkt werden.
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