Das Phänomen gestern und heute
Das Feuer fasziniert die Menschheit seit urtümlichen Zeiten. Als man die zugrunde liegenden chemischen Prozesse der Naturgewalt noch nicht verstand, wurde dem Feuer eine starke mystische Qualität zugesprochen. Für viele antike und klassische Naturphilosophen ist Feuer eines der grundlegenden Elemente der Welt, gemeinsam mit Erde, Luft und Wasser.
Beim Thema Feuer offenbart bereits die Sprache, welche Faszination dieses auf die Menschen ausübt. Sprichwörter und Redewendungen wie ‘Feuer und Flamme sein’, ‘das Feuer der Leidenschaft’ und ‘die zündende Idee’ offenbaren, das mit dem Feuer nicht nur zerstörerische, sondern auch aufbauende Eigenschaften assoziiert werden. Das gezielte Entfachen eines Feuers mit Feuersteinen und anderen Techniken sicherte den Menschen in der Vorzeit einen entscheidenden Überlebensvorteil, insbesondere während der letzten Eiszeit. Die Entwicklung der menschlichen Zivilisation ist eng mit der gezielten Nutzung des Feuers verknüpft. Vielfach entstand die Überzeugung, dass einst göttliche Wesen den Menschen das Geheimnis des Feuers übermittelten, um deren Entwicklung zu fördern. In der griechischen Mythologie ist es Prometheus, der den Menschen das Feuer erschließt.
Mit dieser Handlung weckte er allerdings den Zorn des Göttervaters Zeus, welcher den Menschen das Feuer vorenthalten wollte. Aber Prometheus ließ sich nicht abschrecken, wofür er von Zeus hart bestraft wurde, bis ihn der Held Herakles schließlich aus seinem Gefängnis befreien konnte. Prometheus, der einem älteren Göttergeschlecht als Zeus (Jupiter) entstammen soll, unterwies die Menschen der Sage nach unter anderem auch in der Heilkunst und der Metallurgie.
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